Prolog

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Leicht verklärt mit trübem Blick schau ich aus dem Fenster. Es ist zwei Uhr morgens. Ich sitze irgendwo in Deutschland in einem 5 Sterne Hotel, in meiner Hand ein eiskalter Ramazotti. Der Blick über die Stadt ist überwältigend. Der Regen klopft ganz leise an meine Scheibe und leicht versonnen beobachte ich zwei Wassertropfen, die um die Wette eifernd sich ihren Weg vor meinem Gesicht nach unten suchen.. Die Lichter in den Hochhäusern unter mir, noch vor kurzem wie überdimensionale Leuchtkäfer flackernd in den Fenstern, sind längst ausgegangen und die Strasse wird im leichten Regen von weißkalten Straßenlaternen in ein gespenstisches, trübes und nasses Licht getaucht. Ab und zu sehe ich ein Taxi vorbeifahren und manchmal taumelt der eine oder andere späte Gast bei der gegenüber liegenden Tankstelle ein, um sich Nachschub, Proviant oder Zigaretten für die Nacht zu holen. Nur mit einem halben Ohr nehme ich das Konzert von Michael Bubles im Fernsehen war.

Ich spüre das kalte Glas in meinen Händen, rieche diesen leicht süßlichen und aromatischen Duft des Ramazotti und hin und wieder nippe ich ganz leicht gedankenverloren daran, gerade mal so, daß meine Lippen benetzt sind.

Ich denke über die letzten Wochen und Monate nach und dabei läuft mir ein leichter Schauer über den Rücken. Nicht kalt, nicht unangenehm, eher prickelnd. Dabei fällt mir der Held Thomas Lieven aus meinem Lieblingsroman “Es muss nicht immer Kaviar sein” ein. Sein Lieblingssatz war: Wenn ich das in meinem Club erzähle…

Denn die letzten Wochen und Monate waren das, was man in unseren Kreisen als ein Clou bezeichnen könnte. Vieles hat der Zufall entschieden, bei Vielem habe ich Hilfe erhalten, ob gewollt oder ungewollt. Der Vertrag, der heute in aller Stille unterzeichnet wurde, war das Ergebnis einer langen Reihe von Aktionen.

Ich mag gar nicht daran denken was alles passiert ist, was alles passieren hätte können…wenn…

Mein Name ist Remus Freund und ich habe heute den größten Coup meines bisherigen Lebens gelandet. Ich habe gelogen, betrogen, habe Leute bestochen, ich habe erpresst und beging Betriebsspionage. Nur um mal die wichtigsten Fakten zu nennen. Also eigentlich ein ganz normales Dasein als Affiliate Manager geführt, nur um DEN KUNDEN zu bekommen.

Aber alles der Reihe nach…

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  1. [...] Und nun geht es los mit dem Prolog [...]

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